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KLASSISCHE HOMÖOPATHIE

 

Was heißt Gesundwerden?
Es ist eine Rückbesinnung des Körpers auf seine gesunden Fähigkeiten, auf Reize von außen, seien es Krankheitskeime oder belastende Situationen, angemessen zu reagieren und der Bewältigung dieser Reize gerade nur so viel Energie zu widmen, wie dazu nötig ist.
Je früher der Körper nach einer Störung die Korrekturinformation durch das homöopathische Arzneimittel bekommt, desto schneller und umfassender kann eine Besserung der Beschwerden eintreten. Dabei braucht jeder Mensch abhängig von seinen Kraftreserven seine eigene Zeit. Erste Anzeichen eines einsetzenden Gesundungsprozesses sind wachsende Energie und Gelassenheit.

Wenn Krankheiten über das Stadium der gestörten Funktion hinaus zu Organveränderungen oder gar zu Zerstörungen von Geweben geführt haben, ist die Regenerationsfähigkeit des Organismus begrenzt. Das Fortschreiten der Krankheit kann möglicherweise verlangsamt oder gestoppt werden. Der Organismus kann auch lernen, mit seinem Zustand und dem schwächenden Einfluss besser umzugehen und so eine Linderung der Krankheitssymptome, Schmerzen oder störender Befindlichkeiten herbeiführen.

Wie wirkt Homöopathie?

Stellen Sie sich vor, Sie haben eiskalte Füße. Baden Sie als Abhilfemaßnahme die Füße warm, kühlt der Körper sie hinterher wieder herunter, und Sie frieren mehr als vorher. Setzen Sie allerdings Ihre kalten Füße ganz kurz starker Kälte aus, heizt Ihr Körper Ihre Füße danach selbsttätig auf.

Auf demselben Prinzip beruht die Wirkungsweise der Homöopathie:
Durch das homöopathische Arzneimittel wird Ihrem Organismus eine energetische Information über die Art seiner derzeitigen Krankheit eingegeben. So wird ihm gespiegelt, woran er leidet. Da das Leben als solches auf Erhalt harmonischer Ordnung ausgerichtet ist, kann Ihre eigene Lebenskraft daraufhin die nötigen und möglichen Schritte zur Behebung der Krankheit unternehmen.

Erstanamnese

In dem ausführlichen, ungefähr 1,5 Stündigen  Erstgespräch betrachten wir Sie in Ihrer Ganzheit, um uns ein möglichst umfassendes Bild von Ihnen, Ihren Beschwerden und Ihrer Krankheitsgeschichte zu machen. Dabei geht es um eine Standortbestimmung, die für Ihren persönlichen Gesundungsprozess wichtig ist. Zum besseren Verständnis Ihrer Situation werfen wir auch einen Blick auf Ihre Familiengeschichte hinsichtlich Erkrankungen und prägender Ereignisse.
Vergleichbar zum Memory-Spiel suchen wir anschließend aufgrund Ihrer Informationen und unseres gewonnenen Verständnisses das passende Arzneimittel für Sie.

 
     
 

Entstehung der Homöopathie
Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, wurde am 10. April 1755 in Meißen als Sohn eines Porzellanmalers geboren. Er erhielt mit 12 Jahren schon Griechisch Unterricht und studierte ab 1775 Medizin in Leipzig, Wien und Erlangen. Seine Kenntnis von wohl mehr als acht Sprachen verhalf ihm, als Übersetzer vor allem medizinischer Werke seinen Lebensunterhalt zu verdienen. So eignete er sich ein beträchtliches Wissen an und widmete sich als Arzt, Apotheker, Chemiker und Kenner der Botanik immer mehr der Heilung der Menschen sowie der Erforschung von Krankheitsursachen.
Dennoch zog er sich zunehmend aus dem Arztberuf zurück. Er befürchtete nach seinen Beobachtungen der in der damaligen Medizinwelt üblichen Behandlungsmethoden, mehr Schaden bei seinen Patienten anzurichten als Heilung zu bewirken, wenn er sich nicht nur auf Hygiene- und Diätvorschriften beschränkte.
Mit Übersetzen und Schreiben ernährte er seine Familie, bis 1790 die Übersetzung von Cullens Materia Medica die Geburtsstunde der Homöopathie einläutete. Dessen Erklärungen über die Wirkung von Chinarinde, die damals als Teeaufguss mit Erfolg bei Malaria eingesetzt wurde, störten Hahnemann.
Er tat für einen Übersetzer etwas ganz Außergewöhnliches - er nahm den Stoff ein und startete somit seinen ersten Selbstversuch. Er beobachtete, dass er, obgleich er gesund war, nach der Einnahme Symptome wie bei Wechselfieber entwickelte. Diese hielten für 2-3 Stunden an, dann ließ die Wirkung nach und flammte nach der nächsten Gabe wieder auf.
Durch seine Wahrnehmung kam er zu dem Schluss, dass ein Mittel deshalb zur Heilung verhilft, weil es der Krankheit ähnliche Zeichen beim Gesunden hervorrufen kann. Durch spätere Wiederholungen des Experiments mit verschiedenen Arzneistoffen bestätigte sich der Ansatz, und in ihm reifte die Erkenntnis, ein Naturprinzip entdeckt zu haben. Er verordnete nun seinen Patienten mehr und mehr Arzneimittel nach seiner neuen Erkenntnis und erprobte so ihre Richtigkeit.
Anfangs verabreichte er die Heilmittel pur, wodurch sie, bedingt durch die giftigen Anteile in den Ursubstanzen, zuerst eine heftige Verschlimmerung verursachten, bevor sie heilten. Anfang des 19. Jahrhunderts begann er, die Dosis der Arzneimittel in Dezimalschritten zu verdünnen, woraufhin die Verschlimmerung nachließ, die Heilwirkung jedoch auch.
Irgendwann begleitete er versuchsweise das Verdünnen mit Schüttelschlägen. Bald fiel ihm auf, dass die Heilwirkung der Arzneien in umgekehrtem Verhältnis zur Verdünnung steht: je stärker verdünnt und verschüttelt desto wirksamer! Er forschte weiter.  Dank seiner genauen Versuchs- und Erfahrungsprotokolle haben wir heute eine noch gültige und brauchbare Grundlage für das Erlernen der klassischen Homöopathie.
Die erste Schrift zu seinen Entdeckungen und Erforschungen entstand 1796, der "Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen nebst einigen Blicken auf die bisherigen". 1810 erschien sein erstes "Organon der rationalen Heilkunde", in dem er detailgetreu alles für ihn und "seine" Homöopathie Wesentliche niederschrieb.
1835 zog er nach Paris um, wo er eine überaus erfolgreiche Praxis führte, endlich Anerkennung und Wohlstand genießen durfte und akribisch am Organon in der sechsten Auflage arbeitete.

Am 2. Juli 1843 starb Samuel Hahnemann in Paris.

 
     
Heilpraktikerin Lena Babic • Gotthelfstraße 3a • D-81677 München • Mobil: 01 77- 5 79 78 37 • e-Mail: lenababic@icloud.com